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MOSKAUS ABGEWIESENES OSTPREUSSEN-ANGEBOT Moskau war im Zuge der Verhandlungen über die deutsche Wiedervereinigung offenbar bereit, mit der Bundesregierung über das nach dem Krieg sowjetisch besetzte nördliche Ostpreußen zu verhandeln. Dort aber stieß man auf keinerlei Interesse. „Nicht einmal geschenkt“ soll der damalige Bundesaußenminister Genscher ausgerufen haben.

DEUTSCHE FREGATTE UNTER US-KOMMANDO Die deutsche Fregatte „Hessen“ gehört seit dem 21. Mai der Kampfgruppe um den Flugzeugträger USS Harry S. Truman an und untersteht amerikanischem Kommando. Die Kampfgruppe ist zur Unterstützung von Operationen im Bereich der fünften und sechsten US-Flotte ausgelaufen. Dazu gehört der Persische Golf …

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DEUTSCHLANDS GOLDRESERVEN
AN DIE USA VERPFÄNDET?

Die offiziellen Goldreserven der Bundesrepublik Deutschland, knapp 3.500 Tonnen mit einem Marktwert von rund 80 Milliarden Euro, gehören theoretisch zu den zweitgrößten der Welt. Dass dieser Schatz nicht im eigenen Land, sondern zum großen Teil in den USA gelagert wird, wirft die Frage auf, wie es um die Souveränität der BRD bestellt ist. Hallo Deutschland.Nero




NEUES DEUTSCHES
RÜSTUNGSGESCHENK FÜR ISRAEL


Die Wehrpflicht wird immer weiter abgebaut, die Deutsche Marine fährt einen Sparkurs, die UNO verurteilt Israel wegen Menschenrechtsverletzungen. Doch das alles hindert die israelische Regierung nicht daran, zwei weltweit einsetzbare Korvetten mit Tarnkappen-Eigenschaften in Hamburg bauen zu lassen, finanziert vom deutschen Steuerzahler.




DEUTSCHLANDS GOLDRESERVEN
AN DIE USA VERPFÄNDET?

Die offiziellen Goldreserven der Bundesrepublik Deutschland, knapp 3.500 Tonnen mit einem Marktwert von rund 80 Milliarden Euro, gehören theoretisch zu den zweitgrößten der Welt. Dass dieser Schatz nicht im eigenen Land, sondern zum großen Teil in den USA gelagert wird, wirft die Frage auf, wie es um die Souveränität der BRD bestellt ist.


Professor Dr. Niels Harrit in den dänischen Fernsehnachrichten (TV2News) am 6. April 2009: "Hunderttausende von Menschen rund um den Globus wussten schon lange, dass diese drei Gebäude gesprengt wurden. Das war glasklar. Unsere Untersuchungen sind nur der letzte Sargnagel für die Offizialversion. Es handelt sich nicht um die noch rauchende Waffe, sondern um die geladene Tatwaffe. Tagtäglich erkennen Tausende von Menschen, dass das WTC gesprengt wurde. Diese Erkenntnis ist nicht mehr aufzuhalten."


Als die Wissenschaftler Fred Leuchter und Germar Rudolf ihre Gutachten zu den Gaskammern von Auschwitz veröffentlicht hatten, nahmen alle an echte Demokratie glaubenden Menschen an, dass damit die Geschichte von der Judenvergasung offen untersucht und das Diskussionsverbot beendet würde.
Das war ein Trugschluß, denn Macht setzt sich immer, zumindest eine Zeitlang, vor Wahrheit und Recht. Die Tatsache, dass die als Massenmord-Gaskammern in Auschwitz gezeigten Gebäudereste niemals mit Zyklon-B in Berührung gekommen sind (die Tatwaffe also nicht geladen war), interessierte die Machthaber dieser Weltordnung wenig. Tadellose Wissenschaftler, darunter Germar Rudolf, wurden seither massenhaft verhaftet und die Gaskammergeschichte ohne Einspruchsmöglichkeit durch die Sachverständigen den Massen weiterhin eingetrichtert, als wäre nichts geschehen.
Wer die Macht hat, der bestimmt was Recht ist, so war es zur Zeit der Hexenverfolgung des Mittelalters, so ist es heute im Zeitalter der Holo-Verfolgung.
Ähnlich verlief die Entwicklung der WTC-Lüge. Eine Greueltat, die vom Lobby-System selbst geplant und ausgeführt wurde, wie unabhängige Wissenschaftler schon seit langem berichten. Was bislang noch fehlte, war die "geladene" Tatwaffe. Leuchter und Rudolf stellten im Zusammenhang mit den "Gaskammern" fest, dass die "Tatwaffe" nicht geladen war, also niemand damit getötet worden sein konnte. In Sachen WTC musste der Beweis erbracht werden, dass die Tatwaffe sehr wohl geladen war, also die Zwillingstürme von innen gesprengt wurden.
Dieser Beweis ist jetzt erbracht worden, aber die Entwicklung verläuft genauso wie mit den unabhängigen Ermittlungsergebnissen über die "Gaskammern". Die Lügenindustrie des weltweiten Lobbysystems boykottiert die Berichterstattung über diese neue Sachlage.
Professor Dr. Niels Harrit von der Universität Kopenhagen ist einer von acht Wissenschaftlern, die Nanothermit als Sprengstoff in den Staubproben von "Ground Zero" gefunden haben.
Der Staub wurde von den Bewohnern rund um die gesprengten Gebäude am Tag der Zerstörung eingesammelt und aufbewahrt. Die Behauptung der Hilfswilligen der Täter, der Stoff stamme von den monatelangen Aufräum- und Schweißarbeiten, ist eine Schutzlüge. Der entdeckte Nanothermit-Sprengstoff stammt auch nicht vom Aluminium der WTC-Verkleidung.
Ganz Lower Manhatten war damals von einer dicken Staubschicht bedeckt, jeder Balkon, jede Terrasse, die Fensterbänke, ja alles war von diesem Staub überdeckt. Dieser Staub mit allen Inhaltsstoffen aus der Pulverisierung der drei Wolkenkratzer wurde Professor Jones und anderen Wissenschaftlern übergeben. In den letzten zwei Jahren sind diese Proben von acht Professoren getrennt von einander in Labors untersucht worden und alle sind zum selben Ergebnis gekommen: Reste von Nanothermit ist in dem Staub der eingestürzten Gebäude enthalten. Danach wurde eine wissenschaftliches Gutachten mit allen forensischen Ergebnissen erstellt und Anfang 2009 veröffentlicht.
Dieser forensische Nachweis lässt nur einen Schluß zu: Die Türme des World Trade Centers sowie das dritte Gebäude (WTC7) wurden am 11. September 2001 absichtlich von innen gesprengt. Der angebliche Täter Bin Laden hatte weder die Möglichkeit Nanothermit herzustellen, noch hatte er Zugang zum den Gebäuden, um den Sprengstoff anzubringen. Deshalb ist die offizielle 9/11 Story nur noch vergleichbar mit der 6M-Story.
Die Sprengung der WTC-Gebäude war ein "inside-job" wie u.a. der ehemalige Gouverneur von Minnesota, Jesse Ventura, sagt. Die Tat wurde Osama bin Laden in die Schuhe geschoben, um einen Vorwand für den Weltbürgerkrieg der Lobby zu haben, womit die Weltregierung durch die Israel-Lobby errungen werden sollte.
Immerhin wusste Nick Rockefeller bereits 11 (sic) Monate vor dem Anschlag, was passieren würde, wie er dem jüdischen Fernsehmann Aaron Russo damals gestand. Aaron Russo: "Elf Monate vor 9/11 sagte mir Rockefeller ein Ereignis voraus, woraus die Rechtfertigung der Invasion Afghanistans hervorgehen würde. Es sollten Pipelines verlegt werden bis zum Kaspischen Meer. Rockefeller sagte: 'Wir werden den Irak besetzen, um die Ölfelder zu übernehmen und um im Mittleren Osten eine Militärbasis zu errichten. Danach erledigen wir Chavez in Venezuela'."




Am 6. April 2009 berichtete Professor Dr. Niels Harrit in den offiziellen dänischen Fernsehnachrichten (TV2NEWS), dass sowohl die Zwillingstürme des WTC als auch das dritte Gebäude, bekannt als WTC7, von innen gesprengt wurden. Der Nachrichtensprecher des Fernsehens schloß sich der Feststellung des Wissenschaftlers an und machte nicht den Versuch, diese unverrückbaren Beweise in die Hetzschublade "Verschwörungstheorien" auszulagern.


Nichts darüber fand sich in den BRD- bzw. US-Medien, das spricht Bände. Alles, was man in den offiziellen Medien des Lügensystems finden konnte, war in der WELT der folgende Leserkommentar vom 14.4.2009: "18:32 Uhr Branca sagt: Die Massenmedien schreiben über jeden Mikro-Aufstand von 'Twittern' oder empörten Facebook-Drohnen, ignorieren aber gleichzeitig riesige neue Protestbewegungen wie das weltweite 9/11-Truth-Movement oder schon die Tatsache, dass Prof. Niels Harrit von der Uni Kopenhagen letztens im dänischen TV über neue Forschungsergebnisse sprach nach denen der Sprengstoff Nanothermit in den Trümmern des World Trade Centers nachgewiesen wurde. Nichts davon war in den deutschen Massenmedien zu hören."


Zitat:


9/11: Dänisches Fernsehen berichtet über Nanothermit

12. April 2009 · 2 Kommentare


Der dänische Fernsehsender TV2 hat jetzt ein Interview mit dem Chemiker Professor Dr. Niels H. Harrit in seiner Hauptnachrichtensendung ausgetrahlt. Thema: der Fund von Rückständen des Militärsprengstoffes Nanothermit im Staub von Ground Zero. Dr. Harrit von der Universität Kopenhagen ist einer von neun Wissenschaftlern, darunter auch der bereits erwähnte Professor Dr. Steven Jones, die in den letzten zwei Jahren die Staubproben untersuchten und den wissenschaftlichen Bericht über den darin gefundenen Sprengstoff vergangene Woche veröffentlicht haben. Der Fund legt nahe, daß die Türme des World Trade Centers nicht durch Feuer zusammenfielen, sondern gesprengt wurden. Trotz seines spektakulären Fundes bemühte sich Dr. Harrit in Bescheidenheit:
Unser Fund ist weniger Bahn brechend als er manchen erscheinen mag. Hunderttausende Menschen weltweit wissen seit langem, daß die drei Gebäude des World Trade Centers gesprengt wurden. Das ist kristallklar. Unsere Untersuchung ist lediglich die ultimative Bestätigung.
Das YouTube-Video ist in dänischer Sprache mit englischen Untertiteln.




Kategorien: Neue Weltordnung

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Mann, Michel, wach auf! Der „Fall Mannichl" und die Medien

Als hätte man nicht gewarnt sein müssen, so tappten die Medien der BRD unisono in die „Anti-Rechts-Falle" interessierter Kreise und geiferten im „Fall Mannichl" was das Zeug hielt gegen Rechts.

Hatte sich nicht in der Vergangenheit bereits so manche Tat „böser Rechtsextremisten" hinterher als Windei erwiesen? War nicht so mancher Versicherungsbetrug versucht worden, in dem man in Brand gesetzte Bauten oder Imbißwagen vorher mit ausländerfeindlichen Parolen beschmiert hatte, um für die Spusi (Spurensicherung- das deutsche „CSI") eine falsche Spur zu legen? Hatten sich nicht reihenweise Teenager die Hakenkreuze selbst in Backe oder Stirn geritzt und hatte nicht sogar ein ausländischer Mitbürger seinen besoffenen Sturz zwischen die Bahngleise als „rechten Überfall" zu verkaufen versucht?

Gut, diesesmal schien der Fall etwas anders zu liegen, diesesmal war das Opfer kein pubertierender Jugendlicher mit Aufmerksamkeitsdefiziten, sondern der angesehene Polizeichef einer bayerischen Gemeinde. Trotzdem hafteten gerade diesem Fall von Anfang an dermaßen viele Auffälligkeiten an, daß das nicht nur der betroffenen „rechte Szene" auffiel. Mehr und mehr fragten sich auch ganz normale Bürger, ob es sich hier nicht doch um eine Volksverarschung größeren Stils handelte. Keine Szene unterliegt einer solchen Überwachung, wie die „rechte". Den Sicherheitsbehörden sind alle aktiven „Rechtsextremisten" bekannt und trotzdem wurden völlig Unschuldige verhaftet, da der durch die Medien hochgepuschte öffentliche Druck zu groß zu werden schien. Nun suchte man -und das kam erschwerend hinzu- keine Dutzendgestalt, sondern einen in jeder Hinsicht auffälligen Täter. Sehr groß soll er sein und dann auch noch tätowiert, wobei sich Mannichl sehr wohl an Details der Tätowierung erinnerte, nicht aber an das Gesicht des Täters. Er, der höhere Polizeioffizier mit -zig Dienstjahren konnte keine verwertbare Personenbeschreibung abgeben. Seine Kollegen dürfte das gewundert haben...

Solange sich jedoch nur bestimmte Polizeikreise und die rechte Szene wunderten, hielt man die Mär vom „rechten Täter" auch in den Medien aufrecht. Als käme gar keine andere Version in Frage, wurden die Geschehnisse dem liebgewordenen Feindbild angepaßt. Es ist das Verdienst der Berliner Morgenpost, die in ihrer heutigen Ausgabe aus der Phalanx der systemkonformen Berichterstattung ausschert und endlich auch offiziell die Fragen stellt, die sich so mancher Bürger bereits seit längerer Zeit gestellt haben dürfte.

So schreibt die MOPO heute wörtlich:

„Bei ihrer Suche nach der Wahrheit denken die Fahnder über mehr und mehr Ungereimtheiten nach. Mannichl hatte den Täter als einen etwa 1,90 Meter großen Mann mit auffallenden Tattoos, Glatze und einem Leberfleck beschrieben. Doch keinem der Nachbarn ist am Tattag ein solcher Mann aufgefallen. Mannichl wurde an einem Sonnabendabend niedergestochen, da sind normalerweise viele Anwohner zu Hause. Außerdem ist die Eigenheimsiedlung in Fürstenzell gut einsehbar, die Häuser sind im Kreis um einen Innenhof angeordnet. Mannichl wohnt in der Mitte.

An der Tatwaffe, einem Messer aus dem Haushalt des Polizeichefs, das auf dem Fenstersims lag, fanden sich keine Abdrücke, weil der Täter Handschuhe trug. Warum aber verdeckte der Täter seine auffälligen Tätowierungen nicht, die grüne Schlange, die sich vom Nacken zum linken Ohr zieht, und das große schwarze Kreuz mit dem Pfeil auf der rechten Wange? War er doch immerhin so weitsichtig, Fingerabdrücke an der Tatwaffe zu vermeiden. Und warum kann sich Mannichl - seit mehr als 30 Jahren im Polizeidienst - zwar an die Tattoos, nicht aber an das Gesicht des Mannes erinnern, der ihn zunächst beschimpfte, bevor er zustach?

Auch das Küchenmesser als zentrales Beweisstück wird nun noch einmal eingehend von Gerichtsmedizinern untersucht. Zunächst hieß es, in der Gegend wäre es Brauch, in der Adventszeit Messer auszulegen, mit dem sich Passanten Lebkuchen abschneiden könnten, die an den Haustüren hingen. Doch an der Fürstenzeller Eigenheimsiedlung laufen kaum Passanten vorbei. "So einen Brauch gibt es hier nicht", sagte kürzlich ein Bewohner der Siedlung.

Auch wenn es manchmal so wirkt, der Passauer Polizeidirektor war keineswegs nur ein Feind der Rechtsradikalen. Auch in der linksradikalen Szene gilt Mannichl als verhasst. Bei Ausschreitungen ließ er Radikale unabhängig von ihrer politischen Orientierung festnehmen. Auf der Beerdigung des Rechtsextremisten Friedhelm Busse im Juni 2008 habe Mannichl die Nazis relativ unbehelligt gelassen, aber ein paar Antifaschisten seien gleich festgesetzt worden, beschweren sich Linke in einem Internetforum. Die Ermittler ziehen nun auch die Möglichkeit in Betracht, dass ein Linksextremist das Attentat verübte, bewusst die verhasste rechte Szene anschwärzte und die Verletzung Mannichls billigend in Kauf nahm. "

Soweit die Morgenpost aus Berlin. Fragen? Ja sicher, noch viele! Aber der Bann ist gebrochen, nun darf auch öffentlich bezweifelt werden, was von Anfang an unglaubwürdig schien. Vielleicht wird ja doch noch ein „rechter Täter" aus dem Hut gezaubert, vielleicht einer, der vor 20 Jahren mal ein SPD-Plakat beschädigt und „Strauß muß Kanzler werden!" gebrüllt hat. Daß jedoch ein aktives Mitglied des Nationalen Widerstandes in Bayern der Täter gewesen sein könnte, kann mittlerweile mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkiet ausgeschlossen werden.

Der ganze Artikel der Morgenpost unter:

http://www.morgenpost.de/printarchiv/seite3/article1011823/Der_Fall_Mannichl_und_die_Suche_nach_der_Wahrheit.html

ZENSUR

(Nero Agitator.) 14. Februar 2009, 09:15 Clinton bietet Nordkorea den Friedensvertrag an, wo bleibt Deutschland? Die Nichtachtung der Bundeskanzlerin ist eine Sache, die Achtung der deutschen Nation eine andere . Ihr Kollaborateure ! Friedensvertrag für Deutschland.Nero Agitator14.19. ist diese Forderung auch wieder Demagogie US-Außenministerin Hillary Clinton hat sich für eine Normalisierung der Beziehungen zu Nordkorea ausgesprochen, wenn das kommunistische Land sein Atomprogramm aufgibt. Nordkorea müsse «wirklich dazu bereit sein, sein Atomwaffenprogramm vollständig und überprüfbar abzuschaffen», sagte Clinton am Freitag, kurz vor ihrer ersten Auslandsreise als Ministerin, die sie nach Südkorea, Japan, Indonesien und China führt. Füge sich das Regime diesen Bedingungen, sei die US-Regierung zur Unterzeichnung eines Friedensvertrages sowie unter anderem zu Energielieferungen bereit, sagte Clinton. Zugleich sprach sie sich in einer Rede vor der amerikanischen Asien-Gesellschaft in New York für «positive Beziehungen» zu China aus, der letzten Station ihrer Reise. Auf mittlerer Ebene sollen im Laufe des Monats Gespräche zwischen den Militärs beider Länder wieder aufgenommen werden, nachdem sie wegen Waffenverkäufen der USA an Taiwan im vorigen Jahr auf Eis gelegt worden waren. «Trotz unserer Differenzen bekennen sich die Vereinigten Staaten zum Ziel eines positiven Verhältnisses mit China», sagte Clinton. Dies sei «entscheidend für Amerikas Frieden, Fortschritt und Wohlstand in der Zukunft». Unlängst hatten Äußerungen des neuen amerikanischen Finanzministers Timothy Geithner für Irritationen in Peking gesorgt, China manipuliere seine Währung. Ihr Fokus auf Asien beruhe auf der Erkenntnis, dass «so viel in der Welt von morgen auf der Energie und den Entscheidungen Asiens abhängt». Dass ihre erste Reise sie nach Fernost führe, solle als «starkes Signal» verstanden werden, dass die USA eine «starke Partnerschaft» über den Pazifik wie über den Atlantik hinweg wollten. Auf der ersten Station der Reise in Japan will Clinton ihren Worten zufolge ein Abkommen unterzeichnen, durch das 8000 US-Soldaten von Okinawa auf die zu den USA gehörende Pazifikinsel Guam verlegt werden. Das Bündnis der USA mit Japan nannte sie «unerschütterlich». Auch Südkorea bezeichnete Clinton in ihrer Rede als «historischen Verbündeten». Sie wolle sich für einen Ausbau des beiderseitigen Handels einsetzen. Bei ihrem Besuch in Indonesien strebe sie eine Vertiefung der Beziehungen mit dem nach der Bevölkerungszahl größten islamischen Land der Welt an, sagte die Ministerin. http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer_Diskussion:Systemknechte Benutzer Diskussion:Systemknechte Dieser Benutzer wurde gesperrt. Lachen.Nero die Moral von der Geschichte: ohne Atombombe keinen Friedensvertrag - armes Deutschland.

Eli der Nazi schwor Hitler Treue bis in den Tod (Artikel nachlesen Kommentare. Nero Im Gerichtssaal verhüllten die israelischen Neo-Nazis nicht mehr ihre Köpfe mit den blonden kurzgeschorenen Haaren. An ihren Armen waren bunte Tätowierungen deutlich zu erkennen. „Christliche Symbole“ bezeichnete blauäugig einer ihrer Pflichtverteidiger die eingebrannten Hakenkreuze. Die umfangreiche Anklageschrift darf nicht veröffentlicht werden, weil die meisten Mitglieder der 8-köpfigen Neo-Nazi-Bande aus Petach Tikwa bei Tel Aviv minderjährig seien. Seit über einem Jahr fahndet die Polizei nach einem Phänomen, das viele Israelis für undenkbar gehalten haben: Nazis im jüdischen Staat... Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 11. September 2007 „Mein ganzes Leben lang fühlte ich mich ausgestoßen“, lässt der Anführer der Gruppe, Eli der Nazi alias Arik Elijahu Bonjatow, über seinen Anwalt der Presse erklären. „Alle betrachteten mich als fremden und stinkenden Neueinwanderer. In der neunten Klasse flog ich aus der Schule und auch das Militär wollte mich nicht.“ Doch die lange Liste der bekannten Anschuldigungen leugnete er. Diese jungen Neonazis, Einwanderer aus Russland oder aus der Ukraine, hätten sich nachts mit Vodka betrunken und hätten dann am Tel Aviver Busbahnhof asiatische Gastarbeiter, Dogensüchtige und „homeless“ verprügelt. Die Gewalttaten hätten sie gefilmt, wie die Polizei nach einer Durchsuchung ihrer Computer mitteilte. Hasserfüllt seien sie auch gegen fromme Juden vorgegangen. Die breite Öffentlichkeit erfuhr erstmals vor einem Jahr von der Existenz der Neo-Nazis, nachdem die große Synagoge von Petach Tikwa mit Hakenkreuzen beschmiert worden war. Auf dem Fußboden war „Ramstein“ mit „SS“ gesprüht worden. Die Torarollen lagen zerrissen und entweiht auf dem Boden. Auf ihren Internetseiten zeigten diese Neo-Nazis, wie sie Hitler und Hess Treue bis zum Tod gelobt hätten und sich mit erhobenem Arm zum Hitlergruß fotografieren ließen. Da war auch ein Hitler in israelischer Militäruniform zu sehen. Diese Neo-Nazis scheinen ein hausgemachtes Produkt aus Israel zu sein, auch wenn sie die Symbole und Ideen von „Freunden“ in Russland erhalten haben. Es scheint ein landesweites Problem zu sein, denn am Montag, nach der Verhaftung der Gruppe aus Petach Tikwa, wurden Hakenkreuze an einer Synagoge im fernen Eilat entdeckt. Russische Jugendliche machten sich einen Spaß daraus, am Sabbat vor der Synagoge zu rauchen und den Synagogendiener zu verprügeln. Eine Überprüfung des Innenministeriums ergab, dass keiner der acht Verdächtigen Jude sei. Im Rahmen des „Rückkehrgesetzes“ dürfen einwanderungsberechtigte Juden auch ihre nächsten Angehörigen mitbringen: Großeltern, Eltern, Ehepartner und Kinder. So gesehen könnten bei ihrer Landung in Israel Nicolas Sarkozy, Hellmut Schmidt und David Beckham automatisch die israelische Staatsangehörigkeit erhalten. Nach Angaben des Innenministeriums seien 54 Prozent der Einwanderer im letzten Jahrzehnt keine Juden. Seit Jahresbeginn seien es gar 60 Prozent. Als Jude gilt nur, wer eine jüdische Mutter hat oder zum Judentum konvertierte. Nazi-Begriffe wie Halb- oder Vierteljude kennt man in Israel nicht. Obwohl über 300.000 Bürger Israels in keine der traditionellen ethnischen oder religiösen „Schubladen“ passen und vom statistischen Amt unter der Rubrik „Andere“ geführt werden, wollen sich die meisten nicht-jüdischen Neueinwanderer in die Gesellschaft integrieren. Während des Militärdienstes absolvieren jährlich über 6000 Soldaten einen Konvertierungskurs, um anerkannt zu sein, heiraten und problemlos begraben werden zu können. Innenminister Meir Schitrit schlug nach dem „Schock“ der Festnahme von Neonazis eine Gesetzesänderung vor. Einwanderer sollten erst einmal Hebräisch lernen und ihre Treue zu den Werten des jüdischen Staates beweisen. Doch bei dem delikaten Thema „Wer ist Jude“ scheiden sich die Geister der weltlichen, religiösen, russischen und äthiopischen Juden, sodass vorerst eine Gesetzesänderung eher unwahrscheinlich ist. Viel eher dürften die israelischen Abgeordneten dem Vorbild Deutschlands und Österreichs folgen, das Zeigen von Nazisymbolen und Holocaustverleugnung unter Strafe stellen. Bisher galten solche Gesetze in Israel als überflüssig. Hakenkreuzschmierereien waren nur „Sachbeschädigung“ und Nazi-Sprüche fielen unter die Rubrik „Volksverhetzung“. © Ulrich W. Sahm / haGalil.com (Die Gedanken sind frei.Nero)

Standpunkt

Fall Mannichl: viele Besonderheiten

In der juristischen Ausbildung gehört es zum Einmaleins, dass Mord überwiegend als so genanntes „Nahraumdelikt" vorkommt. Kriminologen belächeln daher die Angst vor dem bösen Fremden, der von außen einbricht.

Zudem liegen bei Mord (2008: 97,6 %) und Totschlag (96,7 %) die Aufklärungsquoten so hoch wie bei keinem anderen Delikt. Bei einem Fall wie dem Anschlag auf den Passauer Polizeichef Alois Mannichl, der ganz Deutschland in Aufregung versetzt und zur Einrichtung einer 50 Mann starken Sonderkommission geführt hat, müsste die Wahrscheinlichkeit noch höher liegen. Zumal das Opfer selbst erfahrener Kriminalist ist und die Tat mit dem gerne zitierten „Lebkuchenmesser" nicht gerade delikat ausgeführt wurde. Das perfekte Verbrechen jedenfalls stellt man sich anders vor.

Da ist es kein Wunder, dass manche Bürger und auch Journalisten mehr oder minder offen andeuten, die Tat könnte sich vielleicht ganz anders zugetragen haben. Und das Sujet des Polizeibeamten, der den Sachverhalt am allerbesten kennt, hat sogar die Phantasie von Filmemachern beflügelt - zum Beispiel zu dem italienischen Leinwandklassiker „Ermittlungen gegen einen über jeden Verdacht erhabenen Bürger" von 1970.

Jüngst bekam der Fall eine weitere Besonderheit: Der Streit zwischen dem Ende 2008 niedergestochenen Alois Mannichl und Passaus Oberstaatsanwalt Helmut Walch spitzt sich zu. Mannichl wirft den Ermittlern Fehler vor. Die Beamten der inzwischen aufgelösten Sonderkommission „Fürstenzell" hätten unprofessionell gearbeitet, weil sie keine Proben von Mannichls Fingernägeln nahmen, um mögliche DNA-Spuren des Attentäters zu sichern.

Chefermittler Walch schießt in Interviews zurück. Der Süddeutschen Zeitung sagte er jetzt: „Wieso hat Mannichl denn seine Untergebenen nicht selbst darauf aufmerksam gemacht? Er kennt als hoher Polizeiführer den Beweiswert von Fingernägeln. Für uns hat sich erst nach einer neuen Aussage von ihm im Januar eine solche Probeentnahme aufgedrängt. Leider hat er in den früheren Vernehmungen die Auseinandersetzung anders geschildert."

Die Abweichungen in Mannichls Angaben hätten die Ermittlungsarbeit nicht erleichtert. Walch fügt hinzu: „Das trifft übrigens auch auf die Aussagen zu dem Messer zu. Da sehe ich erhebliche Widersprüche." Der glaubwürdig wirkende Oberstaatsanwalt betont zugleich: „Wir zweifeln nicht am Kerngehalt der Aussage Mannichls." Jetzt will sich der bayerische Generalstaatsanwalt die Akten ansehen. Prognose: Der Fall wird geklärt.

Karl Diefenbach






Wie Churchill 1941 den Frieden verhinderte
Sensationelle Aktenfunde eines britischen Historikers:
Wie Churchill 1941 den Frieden verhinderte
posted: 11. Apr 2010
Von Werner Baumann

Eigentlich müßte es im deutschen Blätterwald gewaltig rauschen. Denn dem englischen Historiker Martin Allen sind Dokumentenfunde gelungen, die ohne Übertreibung das Adjektiv "sensationell" verdienen. Sie lassen nicht nur den Fall Rudolf Heß in neuem Licht erscheinen; sie weisen auch dem britischen Premier Winston Churchill die Schuld dafür zu, daß sich der 1939 begonnene europäische Konflikt um Polen zum Zweiten Weltkrieg ausweitete - mit mehr als 50 Millionen Toten.

Hitler jedenfalls wollte schon 1940, obwohl damals noch auf der Siegerstraße, einen auf Ausgleich beruhenden Friedensschluß. Diese Erkenntnis als solche ist nicht neu. Martin Allen hat aber zweierlei entdeckt: zum einen, in welch atemberaubendem Umfang die Berliner Reichsregierung zu Konzessionen bereit war; zum anderen, mit welch perfiden Methoden Churchill die Deutschen hinters Licht führte. Manches davon wirkt wie ein Vorgriff auf den Irak-Betrug des Jahres 2003: die Behauptung, jemand bedrohe (mit gar nicht vorhandenen Massenvernichtungswaffen) die ganze Welt, obwohl der Betroffene in Wirklichkeit auf sämtlichen diplomatischen Kanälen verzweifelt nach Frieden sucht.

"n-tv" bricht das Schweigen

Die von Allen aufgespürten Papiere verwandeln große Teile der Siegergeschichtsschreibung über den Zweiten Weltkrieg zu Makulatur. Und hier liegt wohl auch der Grund, weshalb deutsche Politiker und Journalisten so beredt schweigen. Sie müßten sonst zugeben, daß sich die "volkspädagogische" Formel von der deutschen Alleinschuld nicht länger halten läßt.

Martin Allen ist kein Scharlatan. Seine Enthüllungen ("The Hitler/Heß deception") erschienen im vergangenen Jahr zunächst im renommierten Londoner Harper-Collins-Verlag, bei dem die namhaftesten britischen Autoren unter Vertrag sind und dem niemand eine prodeutsche, gar revisionistische Voreingenommenheit zu unterstellen vermag. Die deutsche Übersetzung des Allen-Buches legte kürzlich der Druffel-Verlag vor - unter dem Titel "Churchills Friedensfalle". Im Unterschied zu Harper-Collins gibt es bei Druffel eine durchaus revisionistische Tradition, was genaugenommen das Gegenteil eines Makels darstellt, aber hierzulande Journalisten in ihrer politischen Ignoranz bestärkt. Sie verteidigen die alliierte Historiographie noch verbissener als die Sieger selber.

Eine Ausnahme machte jetzt der zum Bertelsmann-Konzern zählende Nachrichten- und Wissenschaftssender "n-tv" - wenn auch etwas verschämt in seiner Magazin-Reihe "Technik & Trends", wo man normalerweise keine zeitgeschichtlichen Sensationen erwartet. Die "n-tv"-Journalisten beschränkten sich seriöserweise nicht darauf, Allen zu interviewen. Sie stellten eigene Recherchen in England an und holten zusätzliche Meinungen dortiger Fachhistoriker ein. Ihr Urteil: Allen liegt richtig.

Nicht der Nazismus, sondern die Deutschen als Feind

Demnach haben Churchill und eine kleine Gruppe von britischen Geheimdienstlern in den Jahren 1940/41 eine regelrechte "Friedensfalle" aufgestellt. "Mit Scheinverhandlungen wollten sie bei der deutschen Reichsregierung den Eindruck erwecken, es gebe eine große Zahl hochrangiger friedensbereiter Politiker in England", berichtet "n-tv". Aus Churchills Agentenzentrale wurde so getan, als übernähme die vorgegaukelte englische "Friedenspartei" alsbald die Macht in London, so daß Deutschland schon einmal der sowjetischen Bedrohung militärisch entgegentreten könne, ohne in einen Zwei-Fronten-Krieg hineinzuschliddern.

Churchill

Churchill wußte aus vielen Quellen von der deutschen Friedensbereitschaft gegenüber England. Hitler selber hatte sie am 19. Juli 1940 in einer Reichstagsrede bekundet. Allen fand nun heraus, daß der päpstliche Botschafter in Spanien als neutraler Mittelsmann im November 1940 konkrete Vorschläge aus Berlin an die britischen Regierung weitergeleitet hatte. Hitler war zu weitreichenden Zugeständnissen bereit: zum sofortigen Rückzug der deutschen Truppen aus Frankreich, Belgien, Holland, Dänemark und Norwegen, zur Wiedergutmachung der entstandenen Schäden, zur Wiederherstellung eines souveränen polnischen Staates und zu umfassender gegenseitiger Abrüstung.

"Erschreckender Plan"

Doch der britische Premier wollte keinen Verhandlungsfrieden. Er hielt es mit seinem außenpolitischen Chefberater Robert Lord Vansittart (1881-1957), der im September 1940 an Außenminister Lord Halifax geschrieben hatte: "Der Feind ist das Deutsche Reich und nicht etwa der Nazismus, und diejenigen, die das bislang noch nicht begriffen haben, haben überhaupt nichts begriffen." Vansittart sprach sich für die völlige Vernichtung des Deutschen Reiches aus, weil es ein "Fluch" sei, der "seit 75 Jahren auf der Welt lastet" (Allen dokumentiert den kompletten Brief).

Für Churchill kam nur eines in Betracht: den deutschen Friedenswillen zu nutzen, um Zeit für den Kriegseintritt der Sowjets und der Amerikaner zu gewinnen. Sogar Hugh Dalton (1887-1962), Minister in Churchills Kriegskabinett, war über die Hinterhältigkeit seines Premiers entsetzt: "Was Winston jetzt vorschlägt, ist ein wirklich erschreckender Plan, und ich bin mir nicht sicher, ob es mein Gewissen erlaubt, daran teilzunehmen. Ich war immer der Überzeugung, daß im Krieg auch Knochenkegeln gegen die Hunnen erlaubt ist. Aber ich glaube nicht, daß es moralisch gerechtfertigt ist, diesen Weg einzuschlagen, um zum angestrebten Ergebnis zu kommen."

Dalton hatte begriffen, daß Churchill aus antideutschen Motiven den europäischen Regionalkonflikt zum Weltkrieg ausweiten und dafür Millionen von Menschen opfern wollte. Ernsthafte Verhandlungen mit Deutschland waren unerwünscht. Dalton überwarf sich deshalb mit dem Premier und schied aus dem Kabinett aus. Seine Kritik ging in die Akten ein, die Allen nun als erster entdeckte und auswertete.

Der Opfergang des Rudolf Heß

Federführend bei Churchills "Friedensfalle" war eine kleine Spezialeinheit des britischen Geheimdienstes, die unter der Bezeichnung "Special Operation 1" (SO 1) in Woburn Abbey arbeitete. Sie schuf das Trugbild einer Gruppe friedensbereiter englischer Politiker, bestärkte damit Hitler in seinen anglophilen Illusionen und lockte Rudolf Heß am 10. Mai 1941 nach Schottland. Allen: "Es besteht kein Zweifel daran, daß Hitler vor Heß' Abflug informiert war, denn beide hatten sich kurz zuvor noch getroffen." Heß, der Hitlers absolutes Vertrauen besaß, schien für eine solch heikle Mission genau der richtige Mann: loyal bis zur Selbstverleugnung und außerdem als Pilot so flugerfahren, daß niemand sonst eingeweiht werden mußte.

Statt der verhandlungsbereiten englischen Politiker erwarteten den Emissär aus Deutschland Churchills Agenten. Sie sperrten den Friedensflieger kurzerhand weg - 46 Jahre lang, bis zu seinem Tod im August 1987. Kein Historiker, kein Journalist wurde an Heß herangelassen. Dessen angeblicher Selbstmord im alliierten Gefängnis Berlin-Spandau stieß schließlich noch auf die Zweifel deutscher Gerichtsmediziner, die auf Bitten des Heß-Sohnes den Leichnam obduzierten.

Fast wie Heß selber fiel auch Hitler in jenem Mai 1941 aus allen Wolken, als er von der Verhaftung seines Stellvertreters hörte. Wie konnte man ohne größeren Gesichtsverlust den Vorgang der deutschen Öffentlichkeit erklären? Hätte sich Hitler als - naives - Opfer einer britischen Finte bloßstellen sollen? Weit näher lag es, Heß zum "verrückten" Alleingänger zu stempeln. Dieser nahm die Rolle dann auch an, spielte sie weiter vor dem Siegertribunal in Nürnberg und hielt sie durch bis zum letzten Atemzug.

Allen aber entdeckte nun in den britischen Akten, daß Hitler seinen langjährigen Weggefährten zunächst keineswegs abgeschrieben hatte. Zwei Wochen nach Heß' Landung sprangen drei deutsche Agenten mit dem Fallschirm in der Nähe von Woburn Abbey ab. Sie wurden entdeckt, festgenommen, nach London gebracht und dort im Tower hingerichtet. Im Unterschied zu Allens sonstigen Ermittlungen, die sich mit Dokumenten belegen lassen, kann man über den Zweck des deutschen Agenten-Absprungs nur spekulieren. Sollte Heß befreit oder Churchills Geheimdienst-Zentrale sabotiert werden? War gar geplant, den dort öfter auftauchenden britischen Außenminister als Geisel zu nehmen, um ihn auszufragen und gegen Heß auszutauschen?

Keine Fälschung

Es bleiben offene Fragen, die den Wert des Allen-Buches aber nicht mindern. Peter Padfield, einer der bekanntesten englischen Historiker und ebenfalls Heß-Biograph, lobte seinen Kollegen im "n-tv"-Interview ohne den manchmal üblichen Forscherneid:

"Die Dokumente sind definitiv keine Fälschungen. Zum ersten Mal wird hier ein Bezug zwischen der Operation selbst und ihren Teilnehmern hergestellt. Deswegen sind sie von extremer Bedeutung, weil es vorher darüber nur Spekulationen gab. Die Dokumente, die Heß wahrscheinlich bei sich gehabt hat, liegen in englischen Archiven und sind nicht freigegeben. Wieso können wir sie nicht sehen? Deswegen sind wir auf detektivisch arbeitende Historiker wie Martin Allen angewiesen."

Dr. Michael Stenton, Dozent für Politik und Geschichte an der Universität Cambridge, die neben Oxford den Rang der führenden englische Hochschule innehat, kommt nach Sichtung der Allen-Papiere zu dem Schluß:

"Nachdem ich die Dokumente gelesen habe, bin ich der festen Überzeugung, daß Heß' Ankunft in Britannien im Mai 1941 das Ergebnis einer bestimmten Art von Intrige war, wahrscheinlich ein Täuschungsmanöver, durchgeführt von Rex Leepers Special Operation 1, welche von 1940 bis 1941 ein Teil von SOE (dem britischen Geheimdienst) war und deren Taten sehr undurchsichtig waren, vorsichtig ausgedrückt. Es kann sehr gut sein, daß SOE nicht erwartet hatte, daß Heß auftaucht, daß sie vielmehr annahmen, daß eine weit weniger wichtige Person erscheinen würde... Ich glaube, daß Allens Argumente richtig sind, gestützt auf SO 1-Dokumente, welche besagen, daß es Absicht war, Heß - und damit Hitler - mit der Idee zu füttern, daß in England eine mächtige Friedensfraktion existiert."

Der Kriegstreiber als Friedensheld

Erst im Jahr 2017 will die britische Regierung die geheimgehaltenen Heß-Akten freigeben. Dann lebt keiner der Beteiligten mehr, und die Frage, wer welchen Schuldanteil am Tod von Millionen Menschen hat, dürfte nur noch von akademischem Reiz sein. Allein die Tatsache der langen Geheimhaltung spricht für sich und läßt nach Auffassung der meisten Historiker keine Entlastung für die britische Politik erwarten.

Allen ist jedenfalls überzeugt davon, daß die von ihm entdeckten Außenamtsakten den Fall Heß schon heute so widerspiegeln, wie er sich eines Tages auch bei Veröffentlichung der Rest-Papiere darstellen wird - zu Lasten jenes Winston Churchill, dem ahnungslose Deutsche 1956 in Aachen den Karlspreis verliehen: für seine Bemühungen um den Frieden in Europa.

NICHT NUR KATYN
Siebzigster Jahrestag der stalinistischen Terrortat. Es ist beinahe unglaublich, wie lange Zeit versucht wurde, das Massaker der deutschen Seite in die Schuhe zu schieben. Auch die gesamte westliche Presse machte mit, allen voran die New York Times.
Und kaum eine Ungeheuerlichkeit wurde ausgelassen.


New York (dpa) - Große US-Banken sollen Griechenland nach einem Bericht der «New York Times» jahrelang dabei geholfen haben, seine wachsende Verschuldung zu verschleiern.
Das Land sei so ein Jahrzehnt lang in der Lage gewesen, die europäischen Stabilitätskriterien zu unterlaufen, berichtete die Zeitung am Sonntag. Die US-Bank Goldman Sachs etwa habe Griechenland 2001 kurz nach der Aufnahme in die Eurozone mehrere Milliarden Dollar geliehen. Diese seien nicht als Kredit und somit als Schulden, sondern als Währungsgeschäft verbucht worden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen.
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Als dann die Haushaltskrise in Griechenland auf ihren Höhepunkt zusteuerte, sei ein Team von Goldmann Sachs im November nach Athen gereist. Sie habe der Regierung Finanzinstrumente vorgeschlagen, um die Zahlung fälliger Schulden in die ferne Zukunft zu verlegen. So sollte dem Bericht zufolge die Offenlegung der Probleme vermieden werden. Die Regierung in Athen habe nicht zugestimmt.

Europaweit seien aber von Goldman Sachs, JPMorgan Chase und anderen Banken entwickelte Finanzinstrumente zum Einsatz gekommen, die auch zum Zusammenbruch des US-Hypothekenmarktes und letztlich zur Weltfinanzkrise geführt hätten, hieß es weiter. Mit Hilfe dieser Derivate sei es Politikern in Griechenland und Italien gelungen, die zunehmende Verschuldung zu verschleiern. Für Geldspritzen seien künftige Einnahmen auf lange Sicht abgetreten worden, im Fall Griechenland zum Beispiel Einnahmen aus Flughafengebühren und Lotterien. Diese Geschäfte würden nicht als Kredite geführt.
Quelle: dpa-info.com GmbH.
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Nero ( Antworten)
Die Namen der Kreditgeber bürgen für Qualität.
Bei einem die Währung, bei anderen Opel.
Was fällt mir dazu ein? Jeder bekommt das was er verdient ,oder anderen nimmt. Nero
antworten
sosdeutschland, 16.02.2010 11:18


Eine zündende Idee Feuerwehr führt „Braunmelder“ im Kampf gegen Rechts ein von Thomas Brehl Die Palette der mittlerweile „gegen Rechts“ ergriffenen Maßnahmen reicht inzwischen von „workshops“ -was immer das auch sein mag- , über Seminare, Schulungen, „streetworker“, Aufrufe, Demonstrationen, bis hin zu Lichterketten, frommen Sprüchen, sowie echter oder geheuchelter Betroffenheit. Offenbar versucht jede „gesellschaftlich relevante Gruppe“ die jeweils andere an Ideenreichtum zu übertrumpfen und so haben wir uns in den vergangenen Jahren an die eine oder andere Skurilität gewöhnt. Mal verlegt man „Stolpersteine“, mal ködert man Rechte mit Geld, mal reißt man sich publikumswirksam den gerade erst angeklebten „Führer-Schnurrbart“ aus dem Gesicht, nichts ist albern genug und drückt dabei ja doch nur die absolute Hilflosigkeit der Initiatoren aus, die in Wahrheit natürlich nicht wissen, wie sie wirksam und nachhaltig „gegen Rechts“ vorgehen sollen. Um Rechte erfolgreich zu bekämpfen, muß man sie erstmal lokalisieren, dachten sich wohl einige Gutmenschen und kamen dabei auf die Feuerwehr, die ja so ein richtiger „brauner Haufen“ zu sein scheint. Straffe Hierarchie, Uniformen und Kameradschaft zögen Rechte magisch an, was in einigen Gegenden Deutschlands angeblich dazu geführt hat, daß die Feuerwehren gar nicht mehr einsatzbereit wären, wenn sie alle Rechten ausschließen würden. Feuersbrunst hin, Großbrand her, hier muß man einschreiten, es kann nicht angehen, daß es der in Lebensgefahr geratene Bundesbürger über sich ergehen lassen muß, von einem Rechten gerettet zu werden. Nein, dann schon lieber verbrennen, mag Kirsten Neumann vom „Mobilen Beratungsteam gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ gedacht haben, als sie mit ihrer wahrhaft neuen, genialen und glorreichen Idee an die Öffentlichkeit trat. Und da sich die Feuerwehrleute mit Feuermeldern auskennen, bot sich offenbar analog dazu der „Braunmelder“ an. Dieser virtuelle Alarmknopf soll es Denunzianten und anderen chrakterschwachen Typen ermöglichen anonym Alarm zu schlagen, wenn sich Rechte in den Feuerwehren zu erkennen geben. Man ist versucht zu befürchten, daß nun private Rechnungen beglichen oder Streitereien durch Anschwärzen in Wahrheit Unschuldiger ausgetragen werden. Doch das geschieht offenbar nicht, denn die Kameradschaft in den Feuerwehren ist nicht umsonst legendär. Und so mag man sich beim Betrachten dieser neuen hirnrissigen Maßnahme im „Kampf gegen Rechts“ damit trösten, daß auch sie -ebenso wie viele der vorangegangenen „zündenden Ideen“- erfolglos bleiben wird. In den vergangenen zwei Wochen gab es ungezählte Male einen Feueralarm, nur eines wurde bisher noch nicht betätigt: Der „Braunmelder“…



Mutige Thesen von Dr. Bernd Niquet Der Wissenschaftler besitzt im Gegensatz zum Politiker die Freiheit, das auszusprechen, was er fuer wahr erachtet. Wuerde das, was Gunnar Heinsohn in der abgelaufenen Woche von sich gegeben hat, von einem bekannten Politiker stammen, so haetten wir jetzt einen handfesten Skandal und koennten das Ende einer politischen Karriere gleichsam live beobachten. Doch so versickert das Gesagte wie ein Wassertropfen im knochentrockenen Boden. Auch das ist eben das Schicksal der Wissenschaft. Gunnar Heinsohn und Otto Steiger haben ein alternatives Wirt- schaftsparadigma entwickelt, in deren Spannkreis ich das Glueck besass, akademisch aufzuwachsen. Otto Steiger ist 2008 gestorben und gerade erscheint dazu ein Gedenkband, fuer den ich auch einen Aufsatz verfassen durfte. (Ehrig, D., Staroske, U. (Herausgeber), Eigentum und Recht und Freiheit, Metropolis Verlag, Marburg 2010.) Seitdem macht Gunnar Heinsohn mit hauptsaechlich bevoelkerungsoekonomischen Ansaetzen alleine weiter. Und auch hier vertritt er eine Sichtweise, die eine voellig andere Perspektive bietet als die Dinge gemeinhin gesehen werden. Unter dem Titel "Deutschland verschlaeft den Kampf um die Talente" fuehrte Heinsohn das in der FAZ vom 24. Juni exem- plarisch aus: "Eine Billion Euro Schulden" habe die Bundesre- publik bisher fuer Migranten angehaeuft, errechnet er da, "die mehr aus den Hilfesystemen entnehmen, als sie aufgrund schlechter Schulleistungen und anderer Handicaps in sie ein- zahlen koennen. Auf jeden der 25 Millionen voll erwerbstaeti- ger Nettosteuerzahler fallen durch diese historisch einmalige Aufgabe 40.000 Euro Schulden." Das ist wirklich starker Tobak, doch man darf nicht in die Falle des Rassismus oder sonstiger Ressentiments tappen. Heinsohn ist knallharter Oekonom, der messerscharf sieht, dass schrumpfende Gesellschaften wie diejenige der Bundes- republik zwangsweise auf Einwanderung angewiesen sind. Doch waehrend andere Laender wie die USA, Kanada und Australien fast nur noch Einwanderer mit bester Ausbildung ins Land lassen, gilt fuer die Bundesrepublik: "Nirgendwo liegen Migrantenkinder tiefer unter dem einheimi- schen Leistungsniveau als in Deutschland. Das liegt nicht an ihrer Fremdheit und Andersprachigkeit, sondern an den schlechten Noten ihrer Eltern bereits in der Heimat. Es geht also gar nicht um "Auslaenderprobleme"." Doch nicht nur die Einwanderungspolitik verantwortet heftige Schieflagen, das Grundproblem stellt sich in Deutschland folgendermassen dar: "Von hundert Nachwuchskraeften, die das Land benoetigt, werden fuenfunddreissig nie geboren, wandern zehn aus und schaffen fuenfzehn keine Berufsausbildung." Es bleiben also nur vierzig uebrig. Und das sind zu wenige. Am heftigsten schmerzen die 160.000 Auswanderer pro Jahr, denn nicht nur, dass sie den finanziellen Gegenwert ihrer Ausbil- dung mitnehmen: "Zusaetzlich hinterlassen diese 160.000 Nettosteuerzahler etwa 40 Milliarden Euro offizielle Staats- schulden. Nur private Schulden emigrieren mit, waehrend die Verpflichtungen als Passinhaber an die Zurueckgebliebenen sowie an Einwanderer gehen." So hat man die Oekonomie selten betrachtet gesehen: Die gut ausgebildeten Auswanderer entledigen sich ihrer Schulden zur Rueckzahlung der Staatsschuld, wohingegen die sie ersetzenden Einwanderer meistens gar nicht die Faehigkeit zur Schuldenbe- dienung besitzen, von einer Rueckzahlung ganz zu schweigen. Die Schere wird mithin immer enger, immer weniger muessen immer mehr Schulden stemmen. Und irgendwann sind die Schnei- den nicht mehr zu halten, dann wird es "schnapp" machen.

nero Agitator Nero Agitator

Der Zussammenhang zw. Hitler,Arafat und Muftie von Jerusalem Holocaust und Intifada.

Zusammen mit Hitlers Waffen-SS kämpften muslimische Truppen unter dem Großmufti von Jerusalem auf dem Balkan, um Juden und Zigeuner auszurotten. Dazu stellt der Mufti Hitler eine ganze Division zur Verfügung. Aus Gründen der "politischen Korrektheit" sind solche Bilder in der Wehrmachtsausstellung nicht zu finden.



Der Mufti und der Holocaust


Haj Amin al-Hussaini in Deutschland
„Tötet die Juden, wo immer ihr sie findet“, forderte Haj Amin al-Hussaini, der Mufti von Jerusalem, in einer Radioansprache für den Berliner Rundfunk am 1. März 1944, „denn das ist im Sinne Gottes, der Geschichte und der Religion“. Wie die Enzyklopädie des Holocaust berichtet, war dem Mufti „schon zu einem frühen Zeitpunkt ... bewußt, daß die Juden Europas systematisch ermordet werden sollten. Er versuchte, die Achsenmächte zu überreden, ihr Vernichtungsprogramm noch auszudehnen und die Juden Palästinas, des Nahen Ostens und Nordafrikas einzuschließen. Als Teil des allgemeinen Kampfes gegen das ‘Weltjudentum’ schlug Hussaini mehrfach vor, die Luftwaffe sollte Tel Aviv bombardieren“. Von Ende 1942 bis Frühjahr 1943, „als die Achsenmächte Libyen zu räumen begannen, bat er darum, Tripolis von Juden zu ‘säubern’ und ihren Besitz zu beschlagnahmen“ (Jäckel, Bd. II, 629, 631). In der Spätphase des Holocaust, als der Mufti erfuhr, daß Juden in Bulgarien, Rumänien und Ungarn doch noch eine Auswanderungsgenehmigung nach Palästina erhalten sollten, intervenierte er bei den jeweiligen Ministerien. In einem Schreiben an den bulgarischen Außenminister forderte der Mufti, „die Juden an der Auswanderung aus ihrem Land zu hindern und sie dorthin zu schicken, wo sie unter starker Kontrolle stehen, z.B. nach Polen“ (Gensicke, 151). „Mit diesem Vorschlag (wollte) der hohe religiöse Würdenträger die Juden in den sicheren Tod treiben“ (ebd.). Dann, immer noch während seines Aufenthaltes im Dritten Reich, als Großbritannien einige als „Action Juive“ bekannt gewordene Anfragen an das Auswärtige Amt richtete, ob nicht 5000 jüdische Kinder aus Osteuropa nach Palästina auswandern könnten, und Adolf Eichmann wissen wollte, welche Austauschbedingungen die Briten stellten, „verlangte der Mufti die absolute ‘Ablehnung solcher Pläne’“. Legationsrat Melchers, ein Zeuge des Nürnberger Prozesses, beschrieb den Mufti in seinen Aufzeichnungen als einen „Feind der Juden“, der „keinen Hehl daraus machte, daß er sie am liebsten alle umgebracht sähe“ (Gensicke, 156). Über die islamischen Hilfstruppen der Wehrmacht an der Ostfront sowie über die bosnisch-muslimische SS-Division „Handjar“, für die er „in Rekordzeit“ rund 20.000 Mann rekrutierte, war der Mufti direkt an der Verfolgung der Juden beteiligt. „Husseinis Männer nahmen an Trainingskursen der SS teil und besuchten das Konzentrationslager Sachsenhausen“. Seine Soldaten „schlossen sich freiwillig der Jagd auf Juden in Kroatien an“ (Jäckel Bd. II, 631). Daß Haj Amin al-Hussaini nach dem Zweiten Weltkrieg nicht als Kriegsverbrecher angeklagt wurde, verdankte er der Furcht der Alliierten, es sich mit den arabischen Ölstaaten verderben zu können. Die Franzosen ließen den Mufti aus seinem komfortablen Hausarrest nach Ägypten entkommen-



Wann und wie wurde das jüdische Volk erfunden?

Ein israelischer Historiker betreibt Grundlagenforschung. Ergebnis: Die gewaltsame Zerstreuung der Juden unter den Völkern in die Diaspora ist ein Mythos


Sind die Juden Israels und der Welt eine Nation? Oder eine Ethnie? Oder doch eine Religionsgemeinschaft? Keine der aktuellen Fragen im Judentum beschäftigt die Juden des Staates Israel so sehr wie diese. Das zionistische Meta-Narrativ, die nationale Geschichtsschreibung der Neuzeit, kennt die eine Version: Die Juden lebten in «Eretz Israel », wurden im Jahre 70 unserer Zeit von den Römern vertrieben, zogen, mal verfolgt, mal geduldet, durch die ganze Welt und kehren nun, nach der Gründung des Staates dahin zurück. Für kritische Forscher jüdischer Geschichte ist diese Version alles andere als glaubwürdig und geradezu unwissenschaftlich, basiert sie doch auf der Tradierung von Legenden, dem Zugrundelegen der Bibel als historischer Quelle und einer nationalen Heilsgeschichte, die eine moderne Interpretation des Begriffes «Volk» pflegt.

Schlomo Sand, in Israel als intellektuelles Enfant terrible und Querdenker verschrien, hat nun die Quellen studiert: Vom Talmud, über griechische, römische und arabische Chroniken bis hin zu den ersten jüdischen Historikern der Neuzeit in Deutschland und Osteuropa. Seine Ergebnisse: Es gibt keinen historischen Beweis dafür, dass sich die Diaspora, die jüdischen Gemeinschaften außerhalb des «Heiligen Landes», durch eine gewaltsame Zerstreuung der Juden aus Eretz Israel-Palästina im Jahr 70 bildete. Die Idee einer jüdischen Ethnie, einer genetisch miteinander verbundenen Gruppe, die aus dem Landstreifen im Nahen Osten stammt, ist laut Sand nicht zu belegen, sie ist sogar gefährlich. Denn sie bedient sich heute mitunter des Konzeptes einer auf Rasse basierenden Nation. Aus Eretz Israel emigrierte vor 2.000 Jahren kein Volk, so Sand, sondern eine Religion breitete sich aus. Die gegenwärtigen Juden sind also Nachkommen von Völkern und Gruppen, die vor hunderten und tausenden Jahren zum Judentum konvertierten. Demgegenüber sind laut Sand Teile der arabischen Palästinenser diejenigen, bei denen noch von einer verwandtschaftlichen Verbindung mit den Eretz Israel-Juden von vor 2.000 Jahren ausgegangen werden kann.

In seinem Buch betreibt der Professor der Universität Tel Aviv historische Grundlagenforschung, wie sie in dieser Form noch nie in Israel vorgenommen wurde. Das Judentum, so die Kernthese Sands, setzte sich traditionell aus vielen religiösen Gruppen zusammen und wurde erst im Laufe der zionistischen Geschichtsschreibung zur «Nation» umgedeutet. Die Idee der Vertreibung der Juden aus «Eretz Israel» ist eine christliche Erfindung. Die Idee der «Rückkehr ins Land der Vorväter» ist ein Konstrukt moderner zionistischer Historiographie. Die jüdischen Gemeinschaften im europäischen, nordafrikanischen und asiatischen Raum, so Sand, bildeten sich durch Konversionen heraus. Eine gemeinsame Volkskultur gab es nicht. Als Heimat der jüdischen Nationalbewegung verortet Sand Osteuropa und das «jiddische Volk», das sich im Zuge der jüdischen Aufklärung eine ethnische, nichtreligiöse Identität zulegte. In Israel bildete sich laut Sand im letzten Jahrhundert im Zuge des Zionismus eine neue judeo-israelische Volkskultur heraus, der Sand die Legimitation keinerseits abspricht, sondern vielmehr für eine Öffnung des Nationenbegriffs für die nichtjüdischen Minderheiten in Israel plädiert. Sand, das ist die klar erkennbare politische Agenda des Buches, möchte die Umformung der israelischen Ethnokratie, der Demokratie für eine Ethnie, in einen demokratischen Staat aller seiner Bürger nach dem Vorbild Frankreichs oder den USA.


Kein Buch über «Erste Schoa»

Seit über zwanzig Wochen ist Sands Buch «Wann und wie wurde das jüdische Volk erfunden? Was ist ein Volk und wann wird es zur Nation» bereits auf der Bestsellerliste für Sachbücher in Israel. Im Frühjahr 2008 zierte es sogar wochenlang den ersten Platz der Verkaufslisten. Das Interesse an der eigenen Herkunft ist enorm unter den jüdischen Israelis. Sand trat in den vergangenen Monaten auch wiederholt in Israels TV-Stationen auf. Doch die Reaktionen im Land zeugen nicht nur von Interesse. Mit den Thesen seines Buches schafft er sich viele Feinde: alle die, die an das zionistische Narrativ und eine historische Legitimität im Anspruch auf Eretz Israel glauben. Sie wollen in dem Buch eine Delegitimation des Staates Israel erkennen. Sand erhält regelmäßig Drohbriefe und -anrufe, wird auf der Straße als «Hitler», «Nazi» oder «Verräter» beschimpft. Eine öffentliche Vorlesung Sands Ende Juli an der Universität Tel Aviv wurde von der «Israeli Academia Monitor», einer 2004 gegründeten Studentenorganisation, die «antiisraelische Aktivitäten an israelischen Hochschuleinrichtungen überwacht und bekämpft », lautstark gestört. Von der Historikergemeinde Israels blieben bisher ernsthafte Reaktionen auf Sands Thesen aus. Im Vordergrund der Kritik steht vor allem Sands Bruch mit den Spielregeln in der Geschichtswissenschaft: Als Spezialist für das 19. und 20. Jahrhundert wird ihm die Befähigung abgesprochen, Raum und Zeit seines Metiers zu überschreiten und sich mit Grundlagenforschung für die Antike und das Mittelalter zu beschäftigen.

Sand, ordentlicher Professor am Lehrstuhl für Neue Geschichte in Tel Aviv, zählt zu den Stimmen im Land, die sich im Zuge des postzionistischen Diskurses der 1990er Jahre herausgebildet hatten. Im Jahre 1946 in einem DP-Lager im österreichischen Linz als Sohn zweier polnisch-jüdischer Schoa-Überlebenden geboren und mit zwei Jahren nach Israel eingewandert, schloss er sich in seiner Jugend marxistischen Bewegungen in Israel an. Seine wissenschaftlichen Sporen verdiente sich der heute 61-jährige am «École des Hautes Études en Sciences Sociales» in Paris. Über zehn Jahre lebte der zweifache Familienvater in Frankreich und hält engen Kontakt zur wissenschaftlichen Gemeinde in Westeuropa und den USA. Er ist in der Tradition des postmodernen Dekonstruktivismus eines Jacques Derrida und Marc Bloch zu verorten.

In «Wann und wie wurde das jüdische Volk erfunden?» beschreibt Schlomo Sand nüchtern und faktenreich die Entstehung der vorherrschenden historischen Mythen, die im Zuge der zionistischen Geschichtsschreibung geformt wurden und heute fest im Bildungssystem Israels verankert sind, allen voran die Vorstellung von der Zerstreuung des jüdischen Volkes, die «Galut», und die Bezugnahme auf die Bibel als seriöses Geschichtsbuch. Dort verortet Sand das Hauptproblem seines Fachs «Geschichte» in Israel und will nun für Erhellung sorgen.

Im ersten Teil seines Buches prüft Sand zunächst, wie das historische Narrativ über die Juden bis heute aussieht. Seit wann fungiert die Bibel überhaupt als Geschichtsbuch in der modernen jüdischen Historiographie? Sand stieß auf die deutsch-jüdischen Historiker des 19. Jahrhunderts, Joest und Zunz. Für die war die Bibel als historische Quelle noch genauso passé, wie etwa die griechische Saga der «Odyssee ». Jüdische Geschichte war eine Geschichte von Religionsgemeinschaften, noch nicht Nationalgeschichte. Erst Heinrich Graetz, deutsch-jüdischer Historiker des ausgehenden 19. Jahrhunderts und Zeitgenosse Heinrich von Treitschkes, begann in seinem Werk mit der Rückkehr der Juden aus Babylon im 6. Jahrhundert v.d.Z. und zog also die Bibel hinzu. In der Folge waren es die Werke von Simon Dubnow und Salo Baron, die eine lineare Nationalgeschichte der Juden aufzuzeigen versuchen. Die Juden als Volk einer Religion wurden zum Volk mit nationalem Charakter.

Sand zerstört im Fortlauf des Buches den größten Mythos überhaupt, der in der zionistischen Historiographie entstand: die «Galut». Die Römer haben, so Sand, abgesehen von maximal 90.000 Kriegsgefangenen, die vom jüdischen Chroniker der Antike, Josephus Flavius, beschrieben werden, keine Massendeportation von Juden nach der Zerstörung des Zweiten Tempels im Jahr 70 n.d.Z. vorgenommen. Interessant dabei: Sand fand heraus, dass noch nie ein seriöser Geschichtswissenschaftler über die «Galut» geschrieben hat. Es gibt keine einzige Forschung über die Zerstreuung der Juden im 1. Jahrhundert. Dabei gilt diese Legende als ein Grundpfeiler jüdischer Geschichte. Jedes Kind auf den Straßen Israels weiß heute, dass die Juden im Jahre 70 verstreut wurden. «Man muss verstehen, dass unter den Mythen der zionistischen Geschichtsschreibung die „Galut" als „Die erste Schoa" betrachtet wird», erklärt Sand. «Können Sie sich vorstellen, dass es kein einziges wissenschaftliches Buch über „Die erste Schoa" gibt?» Sand kommt zu dem Schluss - und damit ist er nicht der Erste - dass die Geschichte von der «Galut» als christlicher Mythos, nicht als jüdischer, zu Anfang des 3. Jahrhunderts n.d.Z. geboren wurde. In einer bestimmten Phase wurde dieser religiöse Mythos von jüdischer Seite verinnerlicht. Der Zionismus griff den Mythos auf und überhöhte ihn.

Weiter zeigt Sand, dass kein «Volk» vor 2.000 Jahren aus Eretz Israel emigrierte, sondern dass sich eine Religion ausbreitete. Die jüdische Gesellschaft zur damaligen Zeit war eine Agrargesellschaft von der keine großen Migrationsbewegungen ausgingen. Aber sie hatte eine andere Art von Migration, eine sehr qualitative, hervorgebracht: die Botschaft des Monotheismus. «Das Judentum», so Sand, «ist seit dem 2. Jahrhundert v.d.Z. ein proselytischer Monotheismus. Die Hasmonäer im 1. und 2. Jahrhundert v.d.Z. konvertierten unter Druck all diejenigen, die sie eroberten. Nach den gewaltsamen Konversionen im Land Jehuda breitete sich das Judentum weiter in Richtung Ägypten, Kleinasien, Nordafrika und Rom aus. Es verteilte sich kein Volk, also keine Diaspora eines Volkes, sondern die Diaspora einer Religion.»

Dieser These legt Sand griechische und lateinische Chroniken zugrunde, die sich permanent auf die jüdische Konversion beziehen. Von Horaz, über Sueton bis Tacitus - fast alle sprechen über das Judentum als Proselytismus. Der große Hass des frühen Christentums gegen das Judentum rührt aus diesem konkurrierenden Proselytismus. Auch im Talmud fand Sand jede Menge Aussagen, die über die proselytische Konversionen zum Judentum debattieren. Als wichtigsten Beleg für seine These vom Mythos der «Galut» zieht Sand die Demographie zu Rate. «Heute wissen wir, dass zur Zeit des Königreichs Jehuda im 1. Jahrhundert v.d.Z., mehr oder weniger 700.000 Menschen dort lebten. Im 1. Jahrhundert n.d.Z. gehen Schätzungen aber von etwa vier Millionen Juden in der ganzen Region des Mittelmeeres und in Babylon aus. Wie kam es zu diesem rasanten Anstieg? Eine so hohe Geburtenrate innerhalb von 200 Jahren ist ausgeschlossen.»


Von Berbern und Chasaren

Und was wurde aus den Juden in Eretz Israel- Juden in den folgenden Jahrhunderten? Dass die Bevölkerung in der Region Eretz Israel-Palästina erst zum gewissen Teil christianisierte und danach islamisierte, wussten schon die ersten Zionisten. Itzhak Ben Zwi, später der zweite Präsident des Staates Israel, und David Ben Gurion, Israels erster Ministerpräsident, schrieben noch im Jahr 1919 ein Buch, in dem sie konstatieren, dass die arabischen Fellachen in Palästina die Nachkommen der Juden sind. Eine Zerstreuung des «Volkes Israel» aus Palästina gab es nicht. Diese Meinung vertraten Ben Gurion und andere noch bis ins Jahr 1929.

Und warum änderten sie ihre Meinung? Das arabische Pogrom an den Juden Hebrons brachte die Einsicht im jüdischen Lager Palästinas mit sich, dass die Araber nicht gewillt waren, Teil im zionistischen Projekt bei der Bildung einer neuen hebräischen Nation zu werden. Die Fellachen wurden so aus dem zionistischen Narrativ herausgenommen und schließlich zur Staatsgründung Israels 1948 vertrieben.

Sand fragte auch, woraus sich die große Zahl der Juden in Osteuropa, Nordafrika und dem Jemen seit dem Mittelalter ergab. Dabei zog er die vergessenen und verdrängten Geschichten der untergegangenen jüdischen Königreiche wieder ans Licht der Öffentlichkeit. So erfährt der Leser vom jüdischen Königreich Chemiar im Bereich des heutigen Jemen, in dem es im 5. Jahrhundert n.d.Z. zu Massenkonversionen zum Judentum kam. Nur noch ein Historiker beschäftigt sich heute in Israel mit dieser Geschichte der jemenitischen Juden. Dabei wurde bis in die 1950er Jahre noch an israelischen Gymnasien über Chemiar gelehrt. Heute ist es das Wissen darüber unter jüdischen Israelis verschwunden.

Ein zweites jüdisches Königreich, Orach, gab es im 6. Jahrhundert in Algerien. Schon der arabische Historiker des Mittelalters, Ibn Chaldun, beschreibt das Judentum vieler Berber Nordafrikas noch vor Ankunft des Islam in der Region. Die Chroniken berichten von einer jüdischen Berberkönigin, Dahiya Al-Kahina, die im Jahr 694 gegen den muslimischen Einfall kämpft. Für Sand löst sich damit auch die Frage der späteren jüdischen Besiedlung Spaniens. Viele Juden Spaniens seien Berber gewesen, die, oftmals als Offiziere der muslimischen Armee, an der Eroberung der iberischen Halbinsel beteiligt waren - für Sand ein Ausdruck der arabisch-jüdischen Symbiose der Region bereits in der Frühzeit.

Auch die dritte große jüdische Gemeinschaft der Vergangenheit, die in Osteuropa, stammt laut Sand nicht von den Juden aus Eretz Israel ab. Sand bringt die Geschichte des jüdischen Großreiches der Chasaren, vom 10. bis 13. Jahrhundert zwischen Krim, Wolga und Kaspischem Meer gelegen, ins Spiel. Im Chasarenreich bildete sich laut Sand nach der Konversion des chasarischen Königs, des Kagan, zum Judentum allmählich eine eigene jüdische, turksprachige Volksgruppe heraus, die beim Einfall der Mongolen nach Westen floh und sich mit der slawischen Bevölkerung vermischte. Gerade über das jüdische Chasarenreich ist die Quellenlage eindeutig. Sand widerlegt damit die gängige These von der Herkunft der osteuropäischen Juden aus «Aschkenas», d.h. dem deutschsprachigen Raum. «In den Gemeinden in Köln, Mainz und Worms gab es im 13. Jahrhundert nur einige Tausend Juden. Es kann also vom demografischen Gesichtspunkt her gar nicht sein, dass so viele Juden nach Osten emigrierten und dort ein Volk von Millionen Juden bildeten», erläutert Sand. Er beruft sich dabei unter anderem auf die These der Tel Aviver Linguisten Paul Wexler und anderen, wonach die jiddische Sprache nicht identisch mit dem Judendeutsch des Mittelalters sei. Jiddisch ist laut Wexler eine slawische Sprache mit deutschem Sprachwortschatz und ein Ausdruck der sozioökonomischen Symbiose zwischen deutschen Siedlern und Juden des Spätmittelalters im Gebiet der heutigen Ukraine und Polens. Auch zionistische Historiker wie der vierte israelische Bildungsminister Benzion Dinur wussten das noch in den 1950er Jahren.


Jüdische Genforschung

Mit diesen, nicht neuen, aber in neuer Form präsentierten Fakten will Sand, so seine Aussage im letzten Kapitel über «Die Politik der Identitäten in Israel», die historische Konstruktion und die ethnozentrische Tradition zionistischer Denker bloßstellen. «Ich mache nur das, was bereits für die Franzosen, Deutschen, Briten und Italiener getan wurde und dekonstruiere die entstandene Mythologie über die Herkunft einer Nation», erklärt Sand. «Die Deutschen entwickelten in der Frühzeit des Nationalismus den Mythos von der Abstammung von den germanischen Teutonen, die Franzosen beriefen sich auf eine Herkunft von den Galliern und die israelischen Juden berufen sich heute auf die Eretz-Israel-Juden vor 2.000 Jahren in Judäa.»

Als besonders problematisch streicht Sand in «Wann und wie wurde das jüdische Volk erfunden?» dabei den aktuellen Diskurs heraus, wonach jüdische Herkunft mit Mitteln der Biologie festgestellt und somit die Zugehörigkeit zum jüdischen Volk naturwissenschaftlich legitimiert werden soll. In Folge dieser auf ethnischer Zugehörigkeit basierenden Ideologie gibt es heute an israelischen Universitäten Forschungen zum «jüdischen Gen» suchen. Einen derartigen Versuch des Konstruktes der jüdischen Nation als «Rasse- Nation» verfolgt Sand mit Besorgnis. Dabei warten in der Debatte um den Nachweis einer gemeinsamen biologischen Herkunft der Juden viele Fallen auf den Kritiker. «Es ist paradox: Wer noch vor dem Zweiten Weltkrieg gesagt hat, alle Juden haben die gleiche Herkunft und sind blutsverwandt, der war ein Rassist und Antisemit. Wer heute das Gegenteil behauptet, wird auch als Antisemit bezeichnet», sagt Sand.

Der schwierigste Diskurs aus Sands Thesen entwickelt sich um den Begriff des «Volkes». Sand: «Ich sage eine einfache Sache: Menschen mit einer gemeinsamen Kultur sind ein Volk. Die Juden haben keine gemeinsame Volkskultur, sondern eine gemeinsame religiöse Kultur. Das ist logisch. Es gibt in der Geschichte keine gemeinsame Volkskultur der Juden.» Aber es gibt doch schließlich ein jüdisch-israelisches Volk! «Genau das sage ich im Buch. Aber sowohl der Zionismus als auch der arabische Nationalismus sind nicht bereit, die Bildung eines jüdisch-israelischen Volkes anzuerkennen. Die Zionisten sagen, dass wir Teil des internationalen jüdischen Volkes sind. Und auch der arabische Nationalismus sieht in Israel einen Einfall des internationalen Judentums. Beide sind nicht bereit, die Existenz einer israelischen Identität anzuerkennen», meint Sand.

Laut eigener Aussage definiert sich der Geschichtsprofessor antizionistisch, aber nicht antijüdisch. Seine Vision ist die Schaffung einer demokratischen Gesellschaft, die ihre Grenzen den Minderheiten öffnet. Sand verweist auf den absurden Umstand, dass es in Israel Menschen mit international nicht anerkannten oder nicht mehr relevanten Nationalitäten wie «katalanisch» oder «ostdeutsch» gibt. Kinder nichtjüdischer Immigranten und palästinensischer Israelis, bei denen im Pass unter Nationszugehörigkeit «Russe» oder «Araber» steht, hätten laut Sand durch den jüdischen Nationenbegriff des Staates keine Chance auf eine Vollmitgliedschaft. Sand plädiert für eine «judeo-israelische Identität», die inklusiver als die jetzige sein soll.


Keine Argumente für Antisemiten

Der Widerspruch der Definition von jüdischem und demokratischem Staat beschäftigt Sand schon seit Langem. Den Anspruch jüdischer Siedler auf das ganze Land Israel vor dem Hintergrund der Bibel und der zionistischen Geschichtsschreibung findet Sand skandalös. Sand: «Ich will einen Staat Israel, aber einen ohne historische Lügen.» Angst vor Missbrauch seiner Thesen durch radikale Ideologen hat Sand dennoch, nämlich dann, wenn nur Teile daraus aufgegriffen und für propagandistische Zwecke ausgenutzt werden. «Achmedinedschad wird sicher mit Teilen meines Buches zufrieden sein, aber nicht mit der Quintessenz - der Zerstörung des Glaubens an eine Rasse. Antisemiten und Rassisten mögen mich nicht, weil ich nicht an genetische Beweise von Volkszugehörigkeiten glaube. Ich sage, es gibt kein genetisch miteinander verwandtes jüdisches Volk.» Auch für gläubige Christen und Muslime, die an einem historischen Wahrheitsgehalt der Bibel und des Korans festhalten, ist Sands Buch schwer verdaulich.

Am 15. September wird «Wann und wie wurde das jüdische Volk erfunden?» in Frankreich erscheinen. Übersetzungen ins Englische, Russische, Italienische und Arabische sind in Arbeit. Nur einen Verleger in Deutschland hat Sand noch nicht gefunden. «Dort herrscht Angst, das Thema zu berühren», sagt Sand.

Eik Dödtmann

«Jüdische Zeitung», August 2008



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